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Angelika Ballerstaedt wird Hessische Meisterin über 2.500 Meter

(Tanja) 26.8.2017: Großkrotzenburg - Top-5 Resultat für Vivien Michelle Novy


Starke Resultate erzielten Vivien Michelle Novy und Angelika Ballerstaedt an den Hessischen Freiwasser in Großkrotzenburg (Foto pv).

Nach schnellen 38:58 Minuten schlug Angelika Ballerstaedt von der SG Wetterau am Samstagmittag, 26. August nach 2 Runden im 23° warmen See Freigericht West an der Zieltafel an. Damit wurde sie Hessische Mastersmeisterin über 2.500 Meter in der Altersklasse 55. Vivien Michelle Novy gab ihr Debut im Offenen Gewässer. Vierte wurde sie im Langstrecken-Schwimmen ohne Wenden im Jahrgang 2005 mit 39:51 Minuten. Damit platzierte sich die Steinfurtherin unter den Top-Five ihres Jahrgangs.



Interview mit Angelika Ballerstaedt: „An der EM in 2018 unter die Top 5 im Freiwasser kommen“



Angelika Ballerstaedt wurde in diesem Jahr Deutsche Meisterin in der AK 55 über 2,5 Kilometer Schwimmen im Barleber See in Magdeburg. An diesem Wochenende wurde sie mit 38:58,68 Minuten über die gleiche Distanz Hessenmeisterin in Großkrotzenburg. Auch auf der 50m und 25m-Bahn verzeichnet die Friedbergerin zahlreiche Hessische Titel. Nach fast 30jähriger Pause fing sie erst wieder mit 43 Jahren an, regelmäßig zu trainieren, seit 9 Jahren startet sie für die SG Wetterau an zahlreichen Wettkämpfen.



SG W: Angelika, Sie haben mit starken Zeiten im Freiwasser gewonnen. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?



Angelika Ballerstaedt: Ich bin vor Magdeburg fast täglich im Usa-Wellenbad Bahnen geschwommen. Das Training habe ich immer variiert: Mal lange Strecken (2 oder 2,5 km am Stück) oder 400 und 500 Meter-Blöcke. Wenn nach 3 bis 4 Tagen die Arme schwer waren, habe ich einen Ruhetag eingelegt. Insgesamt waren es 12 Kilometer die Woche. In normalen Zeiten schwimme ich eher 8 bis 10 Kilometer. Im Inheidener See habe ich nur einmal vor den Deutschen trainiert. Da schien die Sonne, es war warm und der See war ruhig. An den Deutschen Freiwasser-Meisterschaften in Magdeburg Ende Juni herrschten ganz andere Wetterbedingungen: Kalte Außentemperaturen, Regen, Wind und Wellengang sorgten für schwere Bedingungen auf der Strecke.



SG W: Woher nehmen Sie die Motivation für das tägliche Training, wie können Sie das mit ihrem Beruf bei der Stadtkasse Friedberg und ihrer Familie - Angelika hat 2 erwachsene Töchter, einen 14jährigen Sohn und einen kranken Hund mit Wasserkopf - vereinbaren?



Angelika Ballerstaedt: Ich brauche keine Motivation mehr für etwas, das mir Spaß macht und zu meinem Leben gehört. Ich denke vorher nicht drüber nach, dass ich jetzt schwimme. Ich mache es einfach. Sonst könnte ich nicht jeden Samstagmorgen um 6:45 Uhr aufstehen, damit ich um 7:15 Uhr im Training im Hallenbad bin, wo ich einmal die Woche mit der Gruppe der Masters 1 schwimme. Außerdem arbeite ich nur halbtags. Da bleibt am Nachmittag genug Zeit zum Training. Meine Kinder sind schon groß. Die brauchen mich kaum noch. Mein Hund ist genügsam und pflegeleicht.



SG W: Welches sind Ihre Lieblingsstrecken?



Angelika Ballerstaedt: Ich schwimme am liebsten im Freiwasser, 2,5 Kilometer natürlich.



SG W: Was war Ihr schönstes Erlebnis im Schwimmen?



Angelika Ballerstaedt: Mein schönstes Erlebnis war 2015 bei den Hessischen Freiwassermeisterschaften in Großkrotzenburg, als eine international erfolgreiche Schwimmerin aus Nordrhein-Westfalen in meiner Altersklasse gemeldet war und ich mir keine Chancen auf den Sieg ausgerechnet hatte. 100 Meter vor dem Ziel habe ich dann ihre Badekappennummer gesehen und bin los gesprintet. Hinterm Ziel habe ich dann gewartet bis sie 4 Sekunden nach mir anschlug und hab mich wahnsinnig gefreut. Ich war zweieinhalb Minuten schneller als im Vorjahr und habe mit 38:44 gewonnen. Die Bestzeit steht heute noch. Ab da wusste ich: Ich kann noch viel mehr erreichen.



SG W: Frau Ballerstaedt, was sind Ihre Ziele in den nächsten Monaten?



Angelika Ballerstaedt: In den nächsten Monaten stehen die Kurzbahnwettkämpfe auf dem Plan. Diese sind mir aber nicht so wichtig, da ich auf den Wenden nicht so stark bin. Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Langbahnsaison im ersten Halbjahr 2018 mit den hessischen und deutschen Langstreckenwettkämpfen und dann natürlich den Freiwasserwettkämpfen. Mein großes Ziel nächstes Jahr sind im September die Europameisterschaften im Freiwasser in Slowenien. Dort versuche ich in meiner Altersklasse unter die Top 5 zu schwimmen.



Frau Ballerstaedt, danke für das Interview und alles Gute für ihre weitere sportliche Zukunft!